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  Anstehende Shows: www.myspace.com/wolfgangmueller

 

 

Wolfgang Müller

Séance Vocibus Avium
-Hörspiel-

www.fangbomb.com

Rekonstruktion von Gestalt, Umgebung und Stimmen 11 ausgestorbener Vogelarten,
produziert vom Bayrischen Rundfunk 2, Hörspiel und Medienkunst


 

 

Wolfgang Müller

Neues von der Elfenfront
Die Wahrheit über Island

308 Seiten, zahlr. Abb.
Edition Suhrkamp

News from the Elf Front – The Truth about Iceland


 

 

„Mit Wittgenstein in Krisuvík - zweiundzwanzig Elfenlieder für Island“

Neue CD von Wolfgang Müller, jetzt erschienen bei a-musik in Köln als CD und LP & Single.

CD Cover

Sie sprechen nicht - sie singen!
Im August 1995 traf Wolfgang Müller die Elfenbeauftragte von Island, das Medium Erla Stefánsdottir in Reykjavík zu einem langen Gespräch. Auf seine Frage, ob es Elfen nur in Island gebe, antwortete Erla: „Aber nein. Elfen gibt es überall.“ „Und wie verständigen sie sich? Gibt es eine internationale Elfensprache?“ fragte Wolfgang nach. Erla Stefánsdóttir zupfte belustigt ein paar Wollmäuse von ihrem roten Pullover und schüttelte den Kopf: „Elfen sprechen nicht - sie singen!“

Unhörbare Musik
Der Gesang der Elfen ist für die Menschen normalerweise unhörbar. Er dringt, im Gegensatz zu von Menschen gemachter Musik direkt in den Kopf des Empfängers. Für seine Wahrnehmung ist ein Gehör deshalb nicht notwendig. Ein überaus faszinierender Gedanke für Wolfgang Müller, der schon in den frühen 80ern mit gehörlosen Freunden musizierte.

BAT, Wolfgang Müllers erste Solo-LP (erschienen 1987), enthält dagegen die hörbar gemachten Laute einheimischer Fledermäuse (8 Arten) aus dem Ultraschallbereich. Es ist der weltweit erste bekannte Tonträger, der die Ortungs- und Abwehrlaute dieser Tiere dokumentiert.

Außermusikalisches
Im Jahr 1999 legte Wolfgang Müller durch die Gebärdensprachdolmetscherinnen Dina Tabbert und Andrea Schulz die vergriffene LP „Die Tödliche Doris“ (1981) wieder auf: Er ließ Musik und Text mit ihrer Hilfe vollständig in Gebärden, also in etwas Außermusikalisches umwandeln.

Musikalität
Interessanterweise galten die Isländer mehrere Jahrhunderte lang nach Meinung der Besucher vom Festland als das mit Abstand unmusikalischte Volk in Europa: „Ein Fremder findet an ihrer Musik gleichwohl wenig Vergnügen, denn die Isländer singen überhaupt sehr schlecht und ohne Takt und ohne Annehmlichkeit, besonders da sie von den neueren Annehmlichkeiten der Musik nicht die geringste Kenntnis haben.“ (Uno von Troil 1779).

Heute scheint sich dieses Bild sich ins Gegenteil verkehrt zu haben. Zahlreiche isländische Sänger und Sängerinnen sind an den Operhäusern der Welt zu treffen, die Club- und Musikszene in Reykjavík gilt als eine der innovativsten Europas. Bands und Solisten aus Reykjavík sind international bekannt. Island gilt heute als besonders musikalisches Land.

Elfenmusik
„Um eine angenehme Umgebung zu schaffen, in der sich Elfen wohlfühlen, muss ich gleichermaßen offen für Musikalisches, für Unmusikalisches und Außermusikalisches sein“, sagt Wolfgang Müller. Und so fließen auf seiner neuen CD „Mit Wittgenstein in Krisusik“ zahlreiche Musikstile, Richtungen und Strömungen hindurch. In allen diesen sitzen unsichtbar, aber doch spürbar, Elfen und Zwerge. Freundliche und grimmige, lustige und ernste.

Wittgenstein in Krisuvík
Ludwig Wittgenstein, der 1913 einige Tage in Island verbrachte, schrieb später in seinem philosophischen Hauptwerk Logico-tractatus philosophicus den Schlußsatz: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.“ „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man singen“, ergänzt Wolfgang Müller und macht, immer basierend auf authentische Quellen, Unbekanntes, Unsichtbares, Verschwiegenes über Island, seine Kultur und ihre Spiegelungen in den deutschen sowie in anderen europäischen Kulturen hörbar. Das Booklet der CD enthält neun Fotografien, die gegen 1913 von einem unbekannten Fotografen in Island aufgenommen wurden, sie sind also just zu der Zeit entstanden, als sich Wittgenstein dort mit seinem Kommilitonen David Hume Pinsent aufhielt.

 

 

 


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